Kurzer Ausflug in die Welt der Tapeten

Die Geschichte der Tapeten begann im Orient. Menschen hängten damals große Teppiche an die Wand. Es folgten aufwendige und teure Gobelins und die günstigeren Ledertapeten. Anschließend wurden Wandteppiche aus Pergament und aus Italien stammende Stofftapeten verwendet. Heutzutag gibt es eine große Auswahl an Tapeten mit verschiedenen Mustern und aus unterschiedlichen Materialien.

Sie haben großen Einfluss auf die Wirkung des Raums. Beispielsweise lassen sie einen Raum größer oder kleiner wirken und verleihen ihm die richtige Atmosphäre. Aus diesem Grund ist die Tapetenwahl für die eigenen vier Wände so wichtig. Vor einer Renovierung oder einem Neueinzug ist es ratsam, sich Gedanken über die richtige Tapetenwahl zu machen.

Welche Arten von Tapeten gibt es?

Nach wie vor gehören Tapeten zu den beliebtesten Wandbekleidungen.

Die europäische Norm für „Wandbekleidung in Rollen“ DIN EN 235 unterteilt Tapeten in zwei Hauptgruppen nämlich fertige Wandbekleidungen und solche, die nachträglich bearbeitet werden. Als eigenständige Kategorie gelten zudem Wandbildtapeten.

Fertige Wandbekleidungen

Die bekannteste Art sind die sogenannten Papierwandbekleidungen. Dazu zählen alle Tapeten, die aus bedrucktem, geprägtem oder geknittertem Papier bestehen. Farbig bedruckte, glatte Tapeten gehören ebenso dazu wie fertige Papierprägungen. Als besonders hochwertig gelten die zweilagigen Prägetapeten (Duplextapeten).

Aus einer dünnen Aluminiumfolie auf Vlies oder Trägerpapier bestehen Metall-Effekt-Wandbekleidungen. Ein farbiger Überzug schafft Kupfer-, Gold- oder andere Metalleffekte. Weitere Gestaltungsmöglichkeiten sind das Ätzen oder Oxidieren der Folie. Die Herstellung ist sehr aufwendig und es handelt sich hierbei um ein relativ teures Nischenprodukt.

Bei der Textiltapete werden Fadensysteme auf einen Papier- oder Vliesträger aufgebracht. Schnüre, synthetische oder natürliche Fasern, Filz, Bast oder sogar Federn werden verarbeitet und anschließend gegebenenfalls im Siebdruckverfahren bedruckt. Die Textiltapete zählt zu den ältesten Arten der Wanddekoration überhaupt.

Die Kunststoffwandbekleidungen lassen sich in 2 Arten urteilen. Es gibt Kunststoffwandbekleidungen sowohl mit als auch ohne Papierträger. Bei der ersten Sorte wird eine Kunststoffoberfläche (beispielsweise Kunststoff-Granulate, Flachvinyl- sowie andere plastische Oberflächen) auf einen Papierträger kaschiert. Bei der zweiten ist kein Trägermaterial notwendig.

Vorwiegend aus Zellstoff und textilen Fasern besteht das einseitig imprägnierte Vliesträgermaterial aus dem Vliestapeten hergestellt werden. Vliestapeten benötigen keine Einweichzeiten und können somit im Vergleich zu Papiertapeten sofort verarbeitet werden. Der Kleister kann zudem entweder auf die Tapete oder auf die Wand aufgetragen werden. Vliestapeten sind problemlos im Nassbereich einsetzbar und in der Regel schwer entflammbar.

Deko-Tapete

Überstreichbare Wandbekleidungen

Die beliebte Raufaser gehört zur zweiten Kategorie den überstreichbaren Wandbekleidungen. Diese erhalten erst durch den Anstrich ihr finales Aussehen. Papier, Glasfaser, Kunststoff oder Textilien werden zur Produktion eingesetzt. Die bisher bekanntesten Vertreter sind Rau- und Glasfaser. Der Anteil der Struktur-Vliestapeten wächst aber beständig. Schaum oder Granulat geben einem Vliesträger eine plastische Oberfläche.

Raufaser

Wandbildtapeten

Eine eigene Kategorie stellen die Wandbildtapeten dar. Darunter werden große, wandfüllende Motive mit Fotos und Malereien zusammengefasst. Zu dieser Kategorie zählt beispielsweise die Fototapete. Dank der Digitaldrucktechnik erleben Wandbildtapeten gerade ein Revival.

Muster – ja oder nein?

Grundsätzlich lassen sich Tapeten in unifarbene und Tapeten mit Mustern unterteilen. Dabei gelten folgende Regeln: helle Farben lassen kleinere Räume größer wirken. Große Räume lassen sich durch dunkele Farben optisch verkleinern. Der persönliche Geschmack ist bei der Wahl der Tapetenmuster entscheidend. Wichtig ist, dass das Tapeteuster nicht das Auge stört. Eine positive Stimmung verbreiten große Muster, die außerdem heiter und beruhigend wirken. Tapeten mit sehr kleinen Mustern können hingegen auf den Betrachter unruhig wirken.

Was ist bei Tapetenwechsel zu beachten?

Vor einem Tapetenwechsel ist es ratsam, die gewählte Tapete an die gewünschte Wand anzuhalten. Dadurch lässt sich ein Feeling gewinnen, ob die Tapete auch wirklich an der Wand gefällt. Ebenso wichtig ist, dass die Tapete sich farblich wie auch vom Muster an den Möbeln und dem Rest des Raums orientiert. Eine Tapete, die farblich nicht in den Raum passt, wirkt störend. Um ein gutes Ergebnis zu erzielen, ist es bei Mustertapeten sinnvoll, sich vorher Gedanken zu machen. Schließlich begleiten die Tapeten Menschen über einen längeren Zeitraum, bis ein erneuter Tapetenwechsel stattfindet.

Welche Tapete für Ihren Raum die Richtige ist, entscheiden Sie am besten nach Beratung durch einen Fachmann. Wir stehen Ihnen mit Rat und Tat zur Seite.

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